ich hätte einige spezielle Fragen zum Thema Walzenprägung
an meinen gewalzten Münzen ist mir aufgefallen dass die Wölbung bis auf wenige Ausnahmen immer gleich ist
die Münzen bilden immer einen Buckel auf der Aversseite zwischen 12 und 6 Uhr, einzige Ausnahme war der sogenannte Augsburger Walzentaler (der war fast plan bzw. eher minimal ein Buckel Richtung Aversseite) und der letzte gewalzte Taler Jg. von Karl VI (1738) da war der Buckel zwar auch avers, aber quer zum Aversbild (9-15Uhr zur Aversabbildung)
kann man das plausibel erklären?
vom raus stanzen kann es ja dann vermutlich auch nicht kommen, das wäre dann ja vermutlich nicht immer exakt in eine Richtung, das Zaingewicht kann es auch theoretisch nicht sein da das Aversbild in den Videos und Bildern immer unten gezeigt wird, so gesehen muss sich der Zain beim Walzen nach oben aufwölben (oder es passiert doch danach)
der 90° Versatz der Wölbung beim Taler v. Karl VI ist auch eigenartig, gibt es auch Prägewellen wo das Münzbild quer graviert wurde?
und wie wurde das genau ausgestanzt (ohne Beschädigung einer Münzseite)
manuell mit grober Gewalt (Hammer mit einer Zainauflage darunter) oder auch mit irgend einer mit Wasserkraft gekoppelten Stanzvorrichtung ?
gibt es Bilder zu dem verwendeten Werkzeug ?
ev. war jemand mal bei der Prägung und Ausstanzung mit einem Aluzain dabei, und weiss das alles genauer
danke
Lg Manfred
Taler liegen an den Pfeilen auf (Wölbung meist zur Aversseite)
Dateianhang:
Walzenprägung Wölbung der Taler.jpg [ 117.17 KiB | 1714-mal betrachtet ]