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Servus adam,
Karl von Österreich wurde am 7. August 1590 in Graz als Sohn Erzherzog Karls von der Steiermark und der Herzogin Maria von Bayern geboren.
Seine Brüder waren Ferdinand (als Kaiser Ferdinand II.), Erzherzog Maximilian Ernst, und Erzherzog Leopold (als Leopold V. Regent von Tirol und den Vorlanden).
Mit 18 Jahren erfolgte 1608 seine Ernennung zum Bischof von Breslau.
Auf Empfehlung von Kaiser Matthias wurde er 1613 vom Brixner Domkapitel zum Bischof postuliert. Dieses Ziel hatte Erherzog Karl sicherlich angestrebt, um Sitz und Stimme im Reichstag zu erlangen, da Brixen deutsches Reichsfürstentum war.
Nach dem Tod von Ehg. Maximillian III. 1618, wurde er als sein Nachfolger zum Hochmeister des Deutschen Ordens ernannt.
Bemerkenswert ist, dass Erzherzog Karl drei Bischofstitel führte, er wurde 1621 zum Chorbischof von Köln erwählt, obwohl er weder die Priester- noch die Bischofsweihe je empfangen hatte. Den Höhepunkt seiner ehrgeizigen Pläne bildete seine Berufung zum Vizekönig von Portugal. Er starb aber schon auf der Reise dorthin in Madrid, am 28. Dezember 1624, im Alter von 34 Jahren. Erzherzog Karl von Österreich, Bischof von Brixen und Breslau, hat sich nur vorübergehend in Brixen aufgehalten (flüchtete zu Beginn des dreißigjährigen Krieges zuerst nach Polen, und anschließend nach Brixen, kehrte aber nach der Schlacht am Weissen Berge wieder nach Neisse zurück). Das Bistum Brixen selbst wurde durch Administratoren regiert.
Allerdings beginnt mit Ihm ein neuer Abschnitt in der Münzgeschichte Breslaus. Die Vorschriften des Privilegs von 1515 (Münzprivileg Kaiser Maximilian I.) wurden nicht mehr beachtet und neben Goldmünzen erstmals auch Silbergeld mit dem Brustbild und dem Wappen des Fürstbischofs geprägt. Um Silbermünzen mit Porträt prägen zu können, und somit die Beschränkungen des Privilegs von 1515 zu umgehen, hat sich Karl wohl das Brixner Münzrecht zur Grundlage gemacht, das ihm mit dem Titel eines Fürstbischofs von Brixen gewissermaßen das Münzrecht zugefallen war und das daraufhin in Schlesien (Neisse) umgesetzt wurde.
Es gibt neben den von Dir erwähnten Groschen auch Halbtaler, Taler, Doppeltaler und Dukaten (als vielfache bis zum 10 Dukatenstück), und Kippermünzen.
Umlauffähig waren diese Münzen (bis auf die Kippermünzen) allemal, allerdings wird sich die Verbreitung außerhalb Schlesiens und Böhmens, wohl in Grenzen gehalten haben.
Ob sich einige dieser Groschen auch nach Brixen verirrt haben, ist nicht auszuschließen, dürfte allerdings eher die Ausnahme gewesen sein.
_________________ Beste Grüße, zwanzger
Quaere et invenies
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