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| Autor: | Rexomnibus [ 8. Jan 2026, 00:39 ] |
| Betreff des Beitrags: | Münzstätte St. Pölten |
Hallo! Kennt sich jemand von Euch mit der Münzstätte in St. Pölten aus? Z. B. in welchen Jahren die Münzmeister Fellner, Edling und Turba jeweils tätig waren? Und kann man so etwas in dem viel besprochenen Buch "Herinek" nachlesen? > bin Neuling... MfG Reinhard |
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| Autor: | adam [ 9. Jan 2026, 12:20 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Münzstätte St. Pölten |
Servus Reinhard, im Buch von Wolfgang Hahn "Die Münzprägungen der Habsburger im Österreichischen Reichskreis" findet sich folgendes: Der Betrieb in St. Pölten begann im Juli 1624 und war an Johann Joachim Edling verpachtet, stand aber unter der Kontrolle des Wiener Münzmeisters Fellner; signiert haben beide Männer. Fellner mit Sparren ^, Edling mit IIE und Doppellilie. Nachdem Edling Ende 1625 aufgegeben hatte, scheint zuletzt Martin Turba ( Münzmeisterzeichen Rose) aus Wien noch für kurze Zeit die St. Pöltner Münze geführt haben. Er starb im April 1626. Beste Grüße adam P. S. im grünen Herinek findest du Abbildungen von Münzen aus St. Pölten von Ferdinand II. und die Beschreibung der Münzmeisterzeichen |
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| Autor: | zwanzger [ 9. Jan 2026, 13:04 ] |
| Betreff des Beitrags: | Re: Münzstätte St. Pölten |
Servus Reinhard, Also auskennen ist zuviel gesagt, aber ein wenig weiterhelfen kann ich vielleicht….. Die Münzstätte St.Pölten war eine temporäre Münze, die nur während 1624 und 1626 in Betrieb war. Zweck war die Einlösung und Umprägung von Kippermünzen in gutes Geld im Zuge der sogenannten Münz-Calanda vom 12. Dezember 1623. Die Kippermünzen wurden ab diesem Datum nur mehr zu ihrem Metallwert umgewechselt, was einer Abwertung zu 85% gleichkam. An Literatur gibt dazu, wie bereits adam beschrieben hat, Abhandlungen von Univ.Prof.Dr Wolgang Hahn: „Die österreichische Münzprägung unter Kaiser Ferdinand II. (1620-1637), 1. Teil: Einführung und Katalog der Kippermünzen aus den Münzstätten im österreichischen Reichskreis“ Zu finden im Money Trend 3/2011 Sowie ein älteres Werk aus dem Jahr 1882 von Johann Newald: „Beiträge zur Geschichte des österreichischen Münzwesens während der Zeit von 1622-1650“ Findet man bei Google E-Book Hoffe, ich konnte Dir ebenfalls ein wenig weiterhelfen. |
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| Autor: | adam [ 10. Jan 2026, 06:44 ] | |||
| Betreff des Beitrags: | Re: Münzstätte St. Pölten | |||
Aus dem Prägejahr 1625 in St . Pölten stammt dieser Groschen, bei dem die Doppellilie bei 6 Uhr am Avers auf den Münzpächter Johann Joachim Edling hinweist. Beste Grüße adam
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| Autor: | adam [ 10. Jan 2026, 07:21 ] | |||
| Betreff des Beitrags: | Re: Münzstätte St. Pölten | |||
1626 war das letzte Prägejahr der der nur kurzen dreijährigen Prägephase in St. Pölten. Es war auch das letzte Lebensjahr des Münzmeisters Martin Turba der die Münzstätte bis April führte. Sein Münzmeisterzeichen ist eine Rose, die bei 6 Uhr am Avers zu finden ist. Laut Univ. Prof. Dr. Hahn war Donatus Starkh der Stempelschneider für dieses 3 Kreuzerstück. Herzliche Grüße adam
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