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 Betreff des Beitrags: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 26. Aug 2009, 11:46 
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Hofrat
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Constantinus I.
Æ 3, Constantinopolis 327 n. Chr.
Av. CONSTANTI – NVS MAX AVG / Kopf mit Diadem n. r.
Rv. LIBERT – A – S PVBLICA / Viktoria n. l. auf Galeere stehend, hält Kränze in beiden Händen. Im Feld l. E. Im Abschnitt CONS.
Gewicht: 3,7 g. Durchmesser: 20 mm.
RIC VII Constantinople 25 (sehr selten, R2s); RSC 319; Sear 3877; Kampmann 136.152.

LIBERTAS PVBLICA ist Teil einer Serie von Münztypen, die zum erfolgreichen Abschluss des Bürgerkrieges mit Licinius geprägt wurden. Sie ist eine Anspielung auf den Seesieg unter Crispus am Bosporus. Die Serie wurde geprägt, um die Arbeiter zu bezahlen, die mit dem Bau der neuen Stadt Constantinopolis beschäftigt waren.

Grüße IVSTVS


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Constantinus I. - RIC VII Constantinople 25.JPG
Constantinus I. - RIC VII Constantinople 25.JPG [ 122.29 KiB | 3571-mal betrachtet ]

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IVSTVS
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Quidquid agis prudenter agas et respice finem. Was auch immer du tust, tue es weise und bedenke das Ende.
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 Betreff des Beitrags: Re: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 28. Aug 2009, 07:51 
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Doktor
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Hallo IVSTVS

prima Hintergrundinfo zu einem Spätrömer.
Bitte davon mehr.

Danke Richard


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 Betreff des Beitrags: Re: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 6. Sep 2009, 00:06 
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Hofrat
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Na, ja. Scheint ja, wenn man mal von dir absieht, auf wenig Gegenliebe zu stoßen!

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IVSTVS
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 Betreff des Beitrags: Re: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 6. Sep 2009, 00:13 
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Hofrat

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Dietemann


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 Betreff des Beitrags: Re: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 6. Sep 2009, 07:48 
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Lieber IVSTVS!

Das ist der Hund an interessanten und gut recherchierten Beiträgen: Da hat man (und als Fremder, der interessiert über den Tellerrandblickt) einfach nichts hinzuzufügen. Als weiteres Beispiel möchte ich da auch schauzeichen erwähnen, der sich (wie du) die Finger für das Forum wund schreibt und das Erstaunen der Leserschaft vernimmt man halt nur indirekt.

Also lass dich bitte nicht anhalten, hier interessante Dinge zu veröffentlichen.

Namens deine interessierten Lesergemeinde wünsch ich dir einen schönen Sonntag
Klosterschüler

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 Betreff des Beitrags: Re: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 6. Sep 2009, 08:04 
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Professor

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Hallo Justus, schliesse mich meinen beiden Vorschreibern jeweils vollinhaltlich an!
regards Miss Marple

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 Betreff des Beitrags: Re: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 6. Sep 2009, 08:17 
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Professor
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KLAR.:
Ich bin völlig der Meinung von Justus und Klosterschueler.
Anregung.:
Ich persönlich finde / fände extrem interessant.:
Die Münzen von Oktavian / Augustus.:
*Auf die Übertragung der tribunizischen Gewalt* ( Die gibt es.! )
...und die Seeschlacht v Actium ( Gibt es die.? )
Gerade erstere ist ja mit der einschneidenste Vorgang in der römischen Geschichte.
( nach der Ermordung des C.J.Caesar )

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Als Gott das Paradies schaffen wollte, nahm er sich Mauritius als Vorbild. ( Frei nach Mark Twain )


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 Betreff des Beitrags: Re: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 6. Sep 2009, 11:56 
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Doktor
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Hallo IVSTVS
ich bin überzeugt dass den Beitrag jede Menge gelesen haben. Du darfst nicht die dürftige Resonanz auf den Beitrag verwechseln mit Ignoranz. Lass dir mal von Klosterschüler die Zugriffe geben. Da sieht es dann total anders aus.

Ich denke Hintergrund zu Spätrömern ist immer gewünscht, da die sich in der Überzahl in Sammlungen befinden.

Mach bitte weiter so.
Richard


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 Betreff des Beitrags: Re: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 7. Sep 2009, 12:39 
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Galerie - Administrator
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Wohnort: in der pannonischen Niederung
Lieber Jürgen !

Ich kann mich Richards Meinung nur voll und ganz anschließen!
Also ich hab zum Beispiel den historischen Hintergrund dieser Münze, die du vorgestellt hast NICHT gewußt, obwohl ich sie auch in der Sammlung habe :!:
Daher hab ich mir gleich Notizen gemacht und bin sehr froh, wieder bißl mehr über die "Spätzeit" erfahren zu haben!

Ich perönlich wär froh, wenn da noch mehr Münzen diskutiert würden, denn so "doll" ;) ist mein Wissen, vorallem ab der Constantinischen Zeit leider nicht vorhanden :oops:

Liebe Grüße
Gerhard

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-oderint dum metuant -


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 Betreff des Beitrags: Re: Historisch interessante Münzen
BeitragVerfasst: 7. Sep 2009, 13:02 
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Wirklicher Hofrat
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Ja, wirklich gute Idee ein solches Thema zu starten, lieber Justus!

Zur Constantinischen Ära möchte ich dieses Stück beisteuern:

Constantius II. 337-361 Maiorina geprägt in Siscia im Jahr 350 1. Officina
Av. diademierte, drapierte und kürassierte Büste rechts DN CONSTANTIVS P F AVG im Feld links A
Rv. Constantius mit Labarum, dahinter Victoria HOC SIGNO VICTOR ERIS im Feld links III im Abschnitt A SIS
23,4mm 5,08g RIC VII Siscia 286

Das Labarum (Chi-Rho Standarte) war die Hauptheeresfahne bei den Römern seit Kaiser Konstantin dem Großen. Nach der Schilderung des christlichen Geschichtsschreibers Lactantius ließ Konstantin seine Soldaten vor der Schlacht bei der Milvischen Brücke 312 ein Christusmonogramm auf ihre Schilde malen. Das Labarum bestand aus einer langen goldenen Lanze mit einem Querbalken, von welchem ein purpurfarbener Schleier niederhing. Am oberen Ende befand sich das Christusmonogramm: griechisch Χ (Chi) und Ρ (Rho) für CHRistos (ΧΡΙΣΤΟΣ) von einem Kranz umrahmt. Das Labarum versinnbildlichte damit auch den sakralen Hintergrund der kaiserlichen Herrschaft in der Spätantike. Der Name des Feldzeichens ist weder lateinischer noch griechischer Herkunft, sondern geht vielleicht auf einen gallischen bzw. keltischen Ausdruck zurück. Feldzeichen waren bereits in vorchristlicher Zeit von großer Bedeutung für die römischen Soldaten gewesen und hatten oft kultische Verehrung genossen; die Bewachung des Labarum war fünfzig der tapfersten Krieger (labarii) anvertraut.

HOC SIGNO VICTOR ERIS: "in hoc signo vinces" (In diesem Zeichen wirst du siegen) ist eine lateinische Redewendung übersetzt aus dem Griechischen. Sie bezieht sich auf einen Sieg im Zeichen des Christentums. Eine andere Version, die sich später auf Münzen fand, lautet "hoc signo victor eris" (Unter diesem Zeichen wirst du Sieger sein). Der griechische Kirchenschriftsteller Eusebios von Caesarea ist Verfasser der Biographie Kaiser Konstantins (Vita Constantini). In dieser berichtet er von einer Schlacht Konstantins gegen Maxentius an der Milvischen Brücke im Jahr 312. Konstantin soll vor dieser Schlacht ein leuchtendes Kreuz mit der Inschrift erschienen sein. Der Feldherr soll infolge dieser Erscheinung einen Traum gehabt haben, in dem Christus ihm erklärte, dass er das Zeichen gegen seine Feinde einsetzen solle. Eusebius berichtet weiter, dass Konstantin daraufhin befohlen habe, das Labarum als Feldzeichen zu verwenden.


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