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BeitragVerfasst: 30. Mai 2010, 09:24 
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GOLD FÜR EINEN ZU WENIG BEKANNTEN GROSSEN MEDIZINER ÖSTERREICHS.
Im Quartett der „Großen Mediziner Österreichs“ ist er der wohl am wenigsten bekannte. Zu unrecht, denn Clemens Freiherr von Pirquet (1874-1929) zählt auf dem Gebiet der Medizin zu den wirklich großen, richtungsweisend in seiner Forschung und voll sozialem Engagement. Vor allem aber war er in Sachen Medizin ein echter „Allrounder“, was vermutlich mit ursächlich für seine geringe Bekanntheit sein dürfte. Ist doch mit seinem Namen weder eine Schule, noch eine spezielle Lehrweise verbunden. Gleich fünf Mal war der Österreicher für den Nobelpreis nominiert. Erhalten hat er ihn nie. Nach Gerard van Swieten, Ignaz Philipp Semmelweis und Theodor Billroth vervollständigt ab Mittwoch, dem 26. Mai, die Clemens von Pirquet gewidmete 50-Euro-Goldmünze die aus vier Stücken bestehende Serie. Sie ist in vielfacher Hinsicht ein Glanzstück für Münzfreunde.

DAS ZEIGT DIE NEUE MÜNZE.
Auf der Goldmünze ist ein Porträt des Arztes Clemens Freiherr von Pirquet – gestaltet nach zeitgenössischen Vorlagen - zu sehen. Der Äskulapstab links von Pirquet symbolisiert seine Zugehörigkeit zur Ärzteschaft. Die andere Münzseite zeigt die Wiener Universitätskin-derklinik, deren Vorstand er war, in der Zeit um 1920. Im Vordergrund steht eine Krankenschwester hinter einem im Krankenbett liegenden Kind. Rechts, durch einen Bogen von der Architektur des Gebäudes getrennt, sieht man Pirquet hinter einem Mikroskop.

DIE „PIRQUET-MÜNZE“ GIBT ES AB 26. MAI.
Am 26. Mai gibt es die Münze in den österreichischen Geldinstituten, im Münzhandel sowie in den Münze Österreich-Shops zum empfohlenen Preis von 349 Euro. Der Löwenanteil davon entfällt auf den aktuellen Wert der 10 Gramm Gold, der die „Pirquet-Münze“ auch preislich zu einer besonders attraktiven Sammlermünze macht. Daneben ragt diese Münze durch die Top-Prägequalität „Proof“, ihre detailreiche Gestaltung und die Limitierung auf 50.000 Stück heraus. Die Münze wird mehrwertsteuerfrei gehandelt. Jede Münze ist in einem attraktiven Etui verpackt, das auch das Echtheitszertifikat beinhaltet.
DIE VIER „GROßEN MEDIZINER ÖSTERREICHS“.
Die Reihe „Große Mediziner Österreichs“ wurde 2007 mit Gerard van Swieten, dem großen Reformator des österreichischen Gesundheitswesens, eingeleitet. 2008 folgte Ignaz Philipp Semmelweis, 2009 Theodor Billroth. Clemens von Pirquet ist nun der Vierte im Quartett der „Großen Mediziner“.
WER WAR CLEMENS FREIHERR VON PIRQUET?
Clemens Peter Freiherr von Pirquet (1874 - 1929) wuchs in Hirsch-stetten unweit von Wien auf. Als Kinderarzt und Universitätsprofessor forschte er auf den Gebieten der Immunbiologie und der Bakteriologie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sprach er als erster von „Allergien“ und ging als Begründer der Allergielehre in die Medizingeschichte ein. Pirquet leitete die Universitäts-Kinderklinik in Wien, die sich weltweit erstmalig der Erforschung und Behandlung von hirnorganischen Schäden bei Kindern annahm. Darüber hinaus entwickelte er mit der Tuberkulin-Probe, auch Pirquet-Probe genannt, eine Methode zur Frühdiagnose von Tuberkulose. Weiters gilt er als Pionier der Ernährungslehre. Er entwickelte ein Ernährungssystem, das so genannte „NEM-System“ (Nahrungs-Einheit-Milch), das nach dem Ersten Weltkrieg Grundlage für eine groß angelegte Kinderausspeisung war.
Zu dieser Zeit engagierte er sich vor allem im sozialpolitischen Bereich, da es ihm wichtig war, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis zugänglich zu machen. Pirquet versuchte stets, seine brillant formulierten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Wohl der Allgemeinheit umzusetzen. An der Klinik wurden Kurse abgehalten, um die neuesten Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft und der Kinder- und Säuglingspflege an Mütter weiterzugeben. Clemens von Pirquet war für sein sozialpolitisches Engagement in vielen Ämtern so angesehen, dass er im Jahre 1928 sogar als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten im Gespräch war.

Prägestätte Münze Österreich AG
Ausgabetag 26. Mai 2010
Serie Große Mediziner Österreichs
Entwurf Helmut Andexlinger
Herbert Wähner
Feingewicht 10g Gold
Feinheit 986/1000 Au
Durchmesser 22 mm
Nennwert 50 Euro
Auflage 50.000 Stück „Proof“-Qualität

Bilder und Text: http://www.austrian-mint.at/pres_aktuel ... ressId=141


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Das Leben ist viel zu kurz um schlechten Wein zu trinken.
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BeitragVerfasst: 31. Mai 2010, 00:49 
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k&k Hoflieferant, Professor
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Wieder eine wunderschön gestaltete Ausgabe aus der Alpenrepublik. Es ist wirklich eine Augenweide Eure Ausgaben der letzten Jahre, auch und vor allem die Silbereuros. Wenn ich mir dagegen die bundesdeutschen Ausgaben anschaue, dann kommt man beim Betrachten besonders des Adlers auf den Gedanken, daß das deutsche Wappentier absichtlich verunstaltet wird. Na bald wird auf der Rückseite ein Minarett zu sehen sein...

Gruß aus der Ferne,
Südwester

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„ IN TREUE FEST “


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BeitragVerfasst: 31. Mai 2010, 18:43 
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Magister

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In der Tat eine sehr schöne Münze. Leider bei dem derzeitigen Goldpreis uninteressant. Interessant ist ja auch, dass Pirquet eigentlich gar nicht für die Serie vorgesehen war, sondern eigentlich Karl Landsteiner die vierte Münze zieren hätte sollen, die Münze Österreich sich aber nicht mit dessen Nachkommen? über die Rechte einigen konnte...

Zu den deutschen Münzen mit ihrem Adler: verwunderlich ist ja, dass man, wenn man schon auf jeder Münze den Adler haben muss, diesen jedes mal anders gestalten muss und nicht ein einheitliches Bild nimmt. Durch diese Wettbewerbe wird jegliches "Corporate Design" (oder wie man das nennen mag) verhindert, weil jeder einen anderen Stil hat...


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BeitragVerfasst: 2. Jun 2010, 20:34 
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k&k Hoflieferant, Wirklicher Hofrat
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Registriert: 18. Mai 2009, 18:26
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Wohnort: Nürnberg
Also ich muss sagen, dass ich diese Münze ziemlich hässlich finde. Die Gestaltung der Gesichter finde ich ziemlich lieblos, ohne Ausdruck und abstoßend. Aber natürlich ist das Geschmackssache.

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Viele Grüße
helcaraxe
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Meine Galerie: Römische Provinzbronzen (ausbaufähig... ;-))


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